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Wetter der kommenden Wochen entscheidet über Insektenplage

Montag, 07. Juli 2008

Die Entwicklung des Wetterverlaufes in den kommenden Wochen entscheidet darüber, ob es im Sommer eine Mücken-, Zecken- oder Schneckenplage geben wird, so die Aussagen der Deutschen Wildtier Stiftung.
Entgegen der verbreiten Meinung haben die Fröste in den vergangenen Tagen keinen Einfluss auf das Überleben der Insekten.
“Das ist ein Irrglaube”, erklärt Prof. Josef H. Reichholf, Botschafter der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg.
“Die Wintertemperaturen haben für die Zahl der Mücken und Schnecken überhaupt keine Bedeutung. Bei Zecken führen warme Winter sogar eher dazu, dass ihre Zahl sinkt.”
Der Grund dafür liegt darin begründet, dass Schnee und Frost die Zecken in ihrer Phase der Kältestarre schützen. In den warmen und feuchten Wintern dagegen könnten Zecken von Pilzen und Sporen geschädigt werden.
Der Grund dafür, dass wir uns an einem lauen Sommerabend auf der Terrassen oder dem Balkon dem Ansturm von blutsaugenden Mücken erwehren müssen, liegt nicht am kalten oder warmen Winter, sondern am Wetter im Frühjahr und Frühsommer, so die Aussagen von Prof. Reichholf.
Ist das Wetter sehr trocken, wie zum Beispiel im März und April 2007, gibt es kaum Stechmücken und auch wenig Bremsen.
“Nicht der warme Winter, sondern der viele Regen in den letzten Wochen kann die Mückenbestände im Sommer vergrößern”, sagte Reichholf. “Die kurzen Frostperioden können den Beständen nichts mehr anhaben.”
Den allseits ungeliebten Nacktschnecken sei Frost ebenfalls egal. Ihr Wachstum und Fortbestand hänge allein von der Frühsommer- und Sommerfeuchtigkeit ab.