Zoodirektor rechtfertigt Tötung dreier Tigerjungen

Zoodirektor Kai Perret, vom Magdeburger Zoo, hat seine Entscheidung zum Einschläfern von insgesamt drei nicht reinerbigen Tigerbabys gerechtfertigt.
Am Dienstag teilte der Zoodirektor in Magdeburg mit, dass dieses Vorgehen dem Artenschutz diene und vom Tierschutzgesetzt abgesichert sei.
Am Montag hat Perret zusammen mit dem Tierarzt, dem Zooinspektor und dem Bereichsleiter entschieden, den Nachwuchs der Sibirischen Tigerkatze “Kolina” und des nicht reinerbigen Vaters “Taskan” einschläfern zu lassen.

Nach Aussagen des Magdeburger Zoodirektors war bereits im Februar bekanntgeworden, dass die Vorfahren des Tigers “Taskans” nicht nur vom Sibirischen, sondern auch vom Sumatra-Tiger abstammen.
Bereits zu diesem Zeitpunkt war Tigerdame “Kolina” aber schon trächtig. Die Einleitung des Schwangerschaftsabbruchs hätte aber ein sehr hohes Risiko für die Tigerdame bedeutet.
Beide Tiere wurden getrennt und das Männchen wurde vor zwei Wochen kastriert.
Es ist jedoch geplant, dass sich beide Tiger bald wieder ein gemeinsames Gehege teilen. Die Zukunft des Tigermännchens “Taskan” ist dennoch ungewiss.
“Eine Tötung kann ich nicht ausschließen”, lies der Zoodirekter verlauten.
Auf einer Tagung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms in Antwerpen im September diesen Jahres wird über die Zukunft der insgesamt 31 nicht reinerbigen Tigern entschieden, welche sich in siebzehn europäischen Zoos befinden.

Das Tigerpaar lebt seit gut zwei Jahren im Magdeburger Zoo. Das Tigermännchen stammt aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg, das Weibchen aus dem Zoo in  Hannover.

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